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Das Bw Neumünster

Neumünster bekam seinen Eisenbahnanschluss im Jahre 1844 mit der Eröffnung der Strecke Altona - Kiel, welche von der dänischen Krone errichtet wurde und nach ihrem König „Christian VIII Ostseebahn” genannt wurde.
Eine kleine Lokremise war alles, was bei der Betriebseröffnung vorzuweisen war.
Erst zur Jahrhundertwende erhielt Neumünster ein großes Bahnbetriebswerk mit zwei Drehscheiben, zwei je 22-ständige Lokschuppen sowie Werkstatt-, Verwaltungs- und Sozialgebäude.

Diese Anlagen wurden im 2. Weltkrieg nahezu vollständig zerstört. Nach 1945 wurde zwar nur einer der 22-ständigen Lokschuppen als Rundhalle wieder aufgebaut; jedoch waren damals mit knapp 80 Dampflokomotiven ebenso viele Maschinen in Neumünster beheimatet, wie zwischen den Weltkriegen.
Insgesamt waren in dieser Zeit in Neumünster mehr als 3000 Eisenbahner beschäftigt, womit die Bahn neben der Textilindustrie das wirtschaftliche Fundament dieser Stadt darstellte, die zur drittgrößten in Schleswig-Holstein werden sollte.
Mit dem Strukturwandel bei der Eisenbahn verlor das BW-Neumünster ab Mitte der 60er Jahre nach und nach an Bedeutung.
Der 22-ständigeLokschuppen wurde bis auf sechs Stände abgerissen; ebenso der Wasserturm.
Noch bis 1988 dienten die restlichen Anlagen als Außenstelle des BW-Kiel; danach zog sich die DB weitestgehend von dem Gelände unter der Max-Johannsen-Brücke zurück.
Erst die Rendsburger Eisenbahnfreunde e.V. versetzten das Gelände mit einem Investitionsvolumen von mehr als 100.000,— DM (heute ~51.000 €) und einer Arbeitsleistung von gut 5.000 Arbeitsstunden pro Jahr wieder in einen vorzeigbaren Zustand.

 
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